Tipps und Infos

Ich habe mir so über die Jahre meines Modellbaus so einige Dinge angewöhnt, die mir die Arbeit und den Service an meinen Modellen doch um einiges erleichtern.

Ich nenne meine Einstellung "Faulheit" - andere Personen nennen es clever.

Hier möchte ich nun mal ein paar Dinge auflisten.

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Am Anfang stand der Plan

Am Anfang jeder Arbeit steht für mich immer eine vernünftige und durchdachte Planung. Also sollte man sich vor Arbeitsbeginn vielleicht folgende Fragen stellen und sie natürlich auch bis zum Ende komplett durchdenken:

  • Was will ich machen?
  • Will ich die Lackierung vom Modell ändern?
    Sollte ich dieses vielleicht besser vor allen anderen Arbeiten machen?
  • Was will ich einbauen?
  • Wo will ich es einbauen?
  • Ist genug Platz vorhanden?
  • Wie könnte ich ein Platzproblem lösen?
  • Wie will ich es machen?
  • Welche Technik kann und will ich an der Stelle verwenden?
    - z.B. Kabelbinder statt Heißklebepistole
  • Störe ich (mechanisch) mit meinem Einbau Funktionen des Modells?
  • Ist es sinnvoll eine Platine einzusetzen?
  • Reicht die Länge der Leitungen?
  • Sollte ich vielleicht doch etwas Leitungs- oder Aderreserve mit berücksichtigen?
  • Sollte ich vielleicht gleich ein paar Reserveadern mit verlegen?
  • Gibt es einen besseren Leitungsweg?
  • Erzeuge ich mir durch meine elektrische Verdrahtung selber Störungen im Modell? Eine Leitung wirkt wie eine Antenne?
  • Ist dann alles immer noch gut versteckt?
  • Komme ich zu Servicezwecken trotzdem immer noch gut an die Bauteile?

Sind all diese Fragen eindeutig geklärt, kann man mit der eigentlichen Arbeit beginnen. Die möglichen Enttäuschungen sind so wenigstens schon einmal auf das wirklich Un-
vermeidbare reduziert.

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Die Funkfernsteuerung und deren elektrische und
elektro-mechanischen Komponenten

Fernsteuerungsanlagen mit ihren elektrischen und elektromechanischen Komponenten bestehen grundsätzlich aus:

  • Sender
  • Empfänger
  • Fahrtregler
  • Elektromotor
  • Servomotor (Servo)
  • Erweiterungsmodulen

Mehr Informationen zum Thema Funkfernsteuerung können hier eingesehen werden.

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Elektrik

Leitungen und Adern

Mein persönlicher Farbcode

Gleich ziemlich zu Beginn meiner Modellbautätigkeit habe ich mir meinen eigenen Farbcode erstellt. Und diesen habe ich bis zum heutigen Tage auch penibel beibehalten.
Dieses hat den Vorteil, dass bei all meinen Modellen die gleichen Farben für die gleichen Funktionen verwendet werden - da gibt es dann kein Suchen und Rätseln über die Funktion eines bestimmten Drahtes. Und das ist gerade bei der Fehlersuche (z.B. Wackelkontakt) sehr hilfreich.
Sollte von mir tatsächlich mal eine Quetschverbindung eingebaut werden, dann wird aber definitiv mit der gleichen Farbe weiter gearbeitet - da gibt es keinen Farbwechsel.
Mein persönlicher Farbcode kann hier eingesehen werden.

Meine persönliche Nummerierung

Eine teilweise zusätzliche Nummerierung der Drähte erhöht die Trefferquote noch einmal um einiges.
Ich gehe immer so vor:

  • Nummerierung an den Platinen von links nach rechts
  • am Empfänger oder am Decoder werden die Stecker entsprechend dem Aufdruck an den Bausteinen nummeriert

All dieses entbindet mich natürlich nicht von der Erstellung einer guten Dokumenta-
tion.

Elektrische Verbindungen

Um möglichst alle Fehlerquellen (z.B. Vertauschung von Drähten, Wackelkontakte und dergl.) auszuschalten habe ich es mir z.B. auch angewöhnt,

  • möglichst keine Quetschverbindungen / Crimpverbindungen zu erstellen, um vielleicht zusätzliche Verbindungen einzuschleifen
    es sollte dabei nämlich auch immer bedacht werden, dass die zusätzlichen Übergangswiderstände den Gesamtwiderstand der Leitung und somit natürlich auch die real zur Verfügung stehende Leistung am Verbraucher reduziert
    (siehe auch weiter unten)
  • wenn ich dann doch mal einen Draht einschleifen muss, gehe ich wie folgt vor:
    • Drähte abisolieren
    • Drähte verdrillen
    • Drähte zusammenlöten
    • verlötetes Ende umbiegen
    • Schrumpfschlauch drüber
    nach meiner Meinung eine saubere und sichere Lösung
  • von einfach zusammen gedrehten blanken Drähten möchte ich schon mal überhaupt nicht reden

Ich bevorzuge Verbindungstypen in folgender Reihenfolge, um einen möglichst störungsfreien Betrieb zu gewährleisten:

  • Schraubverbindung, wo eben möglich mit Aderendhülsen
  • Steckverbindung
  • Lötung, Vorsicht - Bruchgefahr bei mechanischer Beanspruchung

Spannungsabfälle über Verbindungen

Zu geringe Querschnitte von Leitungen haben neben der unerwünschten Erwärmung (s.u., nächster Punkt) aber auch noch einen weiteren Nachteil. Bei zu geringen Quer-
schnitten verringert sich die effektive Spannung am Verbraucher. Zusätzliche Span-
nungsabfälle ergeben sich aber auch an jedem Stecker und jeder Quetsch- (Krimp-) und Lötverbindung. Diese Spannungsabfälle bewegen sich zwar jeweils (pro Verbin-
dung) unter Umständen nur im Milli-Ohm (mΩ) -Bereich - aber hier macht es dann die Masse (sprich Anzahl). Zehn solcher Verbindungen mit z.B. je 5mΩ ergeben dann immerhin auch einen Gesamtwiderstand von 50mΩ. Bei einem Strom von z.B. 200mA ergäbe sich dann somit ein Spannungsabfall von insgesamt 10mV (0,010V).

Einige typische Kontakt- oder Übergangswiderstände:
Pfosten-Steckverbinder DIN 41612 < 5 - 20
Messer-Steckverbinder DIN 41622 < 3,5    
Leiterplatten-Steckverbinder   < 10    
Einpressbuchse   < 10    
Lötverbindung   < 100    

Unterschiedliche Werte ergeben sich durch unterschiedliche Bauform und unterschied-
liche Hersteller.

Ein komplettes Berechnungsbeispiel können Sie hier einsehen.

Die folgende Übersichtstabelle zeigt anhand eines Beispiels die unterschiedlichen Spannungsverluste bei unterschiedlichen Leitungsquerschnitten und Leitungslängen. Die Übergangswiderstände über den Kontakten wurden mit je 10mΩ angenommen.

Kabel / Leitung Spannungsverlust bei 1A Spannungsverlust bei 4A
Querschnitt 0,14mm²
Länge 20cm
0,071V 0,284V
Querschnitt 0,25mm²
Länge 20cm
0,049V 0,194V
Querschnitt 0,50mm²
Länge 20cm
0,034V 0,137V
Querschnitt 1,00mm²
Länge 20cm
0,027V 0,109V
Querschnitt 0,14mm²
Länge 10cm
0,046V 0,182V
Querschnitt 0,25mm²
Länge 10cm
0,034V 0,137V
Querschnitt 0,50mm²
Länge 10cm
0,027V 0,109V
Querschnitt 1,00mm²
Länge 10cm
0,024V 0,094V

Bei Querschnitten von 1mm² oder mehr spielen fast nur noch die Spannungsverluste über den Steckern eine Rolle.

Die Schlussfolgerungen aus der Berechnung und der Übersichtstabelle sind:

  • je größer der Laststrom desto größer die Spannungsabfälle
    => kleinere Lasten einbauen, z.B. LEDs statt Glühlampen verwenden
  • je dünner die Leitung desto größer die Spannungsabfälle
    => die Leitungen besser etwas dicker auslegen
  • je länger die Leitung desto größer die Spannungsabfälle
    => die Leitungen also bitte so kurz wie möglich machen
         dabei aber nicht eine kleine Reserve vergessen s.u.
  • je mehr Verbindungen (z.B. zusätzliche Quetschverbindungen [s.u.]) desto größer die Spannungsabfälle
    => möglichst wenig Verbindungen verwenden

Belastbarkeit isolierter Leitungen oder Adern

Nehmen wir doch einmal den folgenden Fall mit folgenden Vorgaben an:

U = 12V
L1 bis L4 = 12V / 70mA (Glühlampen)

Mit den oben angegebenen Werten ergeben sich folgende Ströme:

I1 = I2 = I3 = I4 = 70mA

I21 = I34 = 2 · 70mA = 140mA

I321 = I234 = 3 · 70mA = 210mA

I = Igesamt = 4 · 70mA = 280mA

Und genau diesen Stromwerten entsprechend müssen natürlich auch die jeweiligen Leitungen oder Drähte ausgelegt sein.
In unserem Beispiel haben die Zuleitung sowie die Leitungen vor und hinter dem Schalter die größte Strombelastung (I = 280mA). Und genau diese Leitungen müssen ausreichend ausgelegt sein. So sollte die Zuleitung und die Rückleitung zum Schalter besser immer eine Nummer größer ausgelegt sein als die normaler Verdrahtung an den Lampen.
Grundsätzlich sollten die Leitungen besser mit etwas zu großem als zu kleinem Quer-
schnitt verwendet werden - man muss sich ja nicht unbedingt eine zusätzliche Wärmequelle und somit ein mögliches Problem erschaffen. Außerdem stehen einem durch zu geringe Querschnitte nicht mehr die volle Spannung und somit auch nicht mehr die volle Leistung am Verbraucher zur Verfügung (siehe oben, letzter Punkt).

Ich verwende für die Verdrahtung meistens Schaltlitze, die ich wegen der besseren Verlegungsmöglichkeit (man kann sie den baulichen Gegebenheiten besser anpassen) und der geringeren Bruchgefahr verwende, mit folgenden Querschnitten:

- normale Leitungen
siehe oberes Bild, z.B. an den Lampen
0,14mm²
- Zuleitung und Rückleitung
siehe oberes Bild (I = 280mA)
0,22mm²
- Leitung Akku => Fahrtregler
Fahrtregler => Motor
1mm²; möglichst kurz
1mm²; möglichst kurz

Die Querschnitte von Drähten und Litzen sind mindestens so zu bemessen, dass bei der Erwärmung durch den fließenden Strom die zulässige Betriebstemperatur nicht überschritten wird. Als Faustregel kann man dafür eine Grenze von 10A/mm² anset-
zen. In den allermeisten Fällen wird man den Querschnitt deutlich größer wählen, um den Spannungsabfall zu verringern. Wenn Sie einen Nennstrom von 5A/mm² wählen (siehe Tabelle unten, empfohlener Nennstrom), liegen Sie auf jeden Fall auf der sicheren Seite.
Geänderte Werte ergeben sich durch

  • unterschiedliche Typen (z.B. massiver/starrer Schaltdraht, flexible Schaltlitze [z.B. LiY], Zwillingslitze [z.B. NYFAZ], Flachbandkabel)
  • unterschiedliche Isolierung (PVC, Gummi, Silikon)
  • unterschiedliche Verlegung (in Rohr, Mehraderleitung, einadrige Leitung frei in Luft)
  • Anzahl der gleichzeitig belasteten Leitungen
    (zusätzlicher Umrechnungsfaktor muss berücksichtigt werden)
  • unterschiedliche Umgebungstemperatur
    (zusätzlicher Umrechnungsfaktor muss berücksichtigt werden) und
  • unterschiedliche Hersteller

Die rot gekennzeichneten Nennströme wurden Datenblättern von Herstellern entnom-
men. Sind solche Daten nicht bekannt, sollten besser die empfohlenen Werte
(5A/mm²) verwendet werden.

Nennquerschnitt


(mm²)
Leiterwiderstand


ca. (mΩ/m)
theoretischer
Nennstrom

(A)
empfohlener
/ zulässiger Nennstrom
(A)
Leitungstyp
0,05 380 0,5 0,25 Schaltlitze
0,08 237 0,8 0,40 / 0,50 Schaltlitze
0,09 230 0,9 0,45 / 1,00 Flachbandkabel
0,1 170 1,0 0,50

Schaltlitze
Zwillingslitze

0,14 134 1,4 0,70 Schaltlitze
Zwillingslitze
Flachbandkabel
0,22 96,0 2,2 1,10 Schaltlitze
0,25 76,0 2,5 1,25 Schaltlitze
0,5 39,0 5,0 2,50 Schaltlitze
Zwillingslitze
0,75 26,0 7,5 3,75 Schaltlitze
Zwillingslitze
0,8 22,0 8,0 4,00 Schaltlitze
1,0 19,5 10 5,00 Schaltlitze
1,5 13,3 15 7,50 Schaltlitze
Zwillingslitze
2,5 7,98 25 12,50 Schaltlitze
Zwillingslitze

Glasrohr-Sicherungseinsätze / Feinsicherungen (Angaben in A)

          0,032 0,04 0,05 0,063 0,08
0,1 0,125 0,16 0,2 0,25 0,315 0,4 0,5 0,63 0,8
1 1,25 1,6 2 2,5 3,15 4 5 6,3  

Die Sicherungen gibt es in den Ausführungen:

- FF Superflink  
- F Flink als Kurzschlussschutz bei Geräten ohne Einschaltstrom-
stöße
- M Mittelträge bei schnell abklingenden Einschaltströmen
z.B. Transformatoren und Kondensatoren
- T Träge bei langsam abklingenden Einschaltstromstößen
z.B. Motoren
- TT Superträge  

Leitungs- oder Aderführung

Leitungen und Adern sollten möglichst auf dem kürzesten Weg verlegt werden, um die schon oben beschriebenen Leitungsverluste so klein wie eben möglich zu halten.

Es sollte immer darauf geachtet werden, dass Leitungen und Adern niemals an scharfen (wenn auch entgrateten) Metallkanten oder bei Bohrungen an dem Metall scheuern können. Dieses kann geschehen, wenn die Leitung oder Adern mechanischen Beanspruchungen (z.B. Verwindung oder Lenkung des Modells) unterliegen. Denn irgendwann ist die Isolierung durchgescheuert und der dann blanke Draht bekommt Verbindung z.B. mit dem Metallgehäuse. Ein Kurzschluss oder eine mögliche Fehlfunk-
tion wäre die Folge.

Sollen also Leitungen oder Adern durch winkelige Durchführungen / Blechausschnitte geführt werden, sollten die Kanten immer mit einem U-förmigen Kantenschutz, den es für unterschiedliche Wandstärken gibt, versehen werden. Dabei dient der Schutz aber dabei weniger der Kante als der Leitung oder den Adern.
Bei Bohrungen sollten immer (Kabel)-Durchführungs-Tüllen aus Weich-PVC verwendet werden, die es für unterschiedliche Durchmesser und Wandstärken gibt.

Leitungs- oder Aderreserve

Es hat sich immer wieder als sehr hilfreich erwiesen, wenn man doch noch ein paar Zentimeter Ader oder Leitung oder eine zusätzliche Ader in Reserve hatte.

Darum mein Vorschlag:
Immer ein paar Zentimeter Ader oder Leitung als Reserve lassen und diese dann einfach zu einem kleinen Ring zusammendrehen. Somit hat man bei Umbauarbeiten immer noch ein paar Zentimeter zur Verfügung.
Über eine oder zwei freie Reserveadern wird man sich spätestens bei der nächsten Erweiterung seines Modells freuen.

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so sollte es bitte nicht aussehen

mehrfache Quetschverbindungen
wechselnde Leitungsfarben

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Zugentlastung für mechanisch beanspruchte Lötungen

Dem Problem der mechanischen Beanspruchung der Lötstellen kann man mit einer so genannten Zugentlastung entgegentreten. Diese kann man wie folgt realisieren:

Version 1
Man fertigt sich einen dünnen Streifen aus Metall oder Kunststoff an, bohrt zwei Löcher hinein, legt ihn über die Adern und befestigt ihn mit zwei Schrauben und Muttern an der Lochplatine.
Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Schrauben nicht zu fest angezogen werden, da sonst die Adern gequetscht werden können (gegebenenfalls noch ein kleines Stück Schaumstoff zwischen Bügel und Adern anbringen) und dass die Schrauben und Muttern möglichst aus Kunststoff sind, damit keine elektrischen Leiterbahnen kurzgeschlossen werden.
Version 2
Man führt die Ader von oben durch ein Loch der Lochplatine nach unten, zieht den Draht auf der Unterseite der Platine zum nächsten oder übernächsten Loch und schiebt ihn dort durch das Loch von unten wieder nach oben und kann nun das Ende anlöten.
Es kann sein, dass je nach Drahtdicke die vier Durchführungslöcher (siehe Bild) etwas aufgebohrt werden müssen.
Version 3
Oder man kauft sich gleich Schraubklemmen für die Leiterplattenmontage mit Lötbein-
chen.

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Elektrische Signale

Elektrische Formeln, Daten, Schaltungen und mehr

An dieser Stelle habe ich mal die wichtigsten elektrische Formeln, Daten und Schal-
tungen und mehr zusammengestellt:

  1. Elektrische Formeln und Daten von Bauteilen
    allgemeine Formeln, R/C-Nennwertereihen, Bezeichnungen und Vorsätze von Einheiten, Farbkennzeichnung von Widerständen, Kennzeichnung von Kondensatoren, Kennzeichnung von Bauelementen, Kennzeichnung von elektronischen Bauelementen
  2. Schaltungen von Widerständen
    Reihenschaltung, Parallelschaltung, unbelasteter und belasteter Spannungsteiler
  3. Schaltungen von Kondensatoren
    Reihenschaltung, Parallelschaltung, Lade- und Entladekurve
  4. Analogtechnik
    die Halbleiterdiode, die Leuchtdiode (LED), die Z(ener)-Diode, der Transistor und der Operationsverstärker
    technische Daten, Formeln, Berechnungen und Schaltungen
  5. Digitaltechnik
    Einige Grundlagen (Signalpegel, logische Schaltglieder, unbenutzte Eingänge), Stecksockel, Koppelkondensatoren gegen unerwünschte Störungen, Taster und lange Zuleitung an einem Eingang, Schalten von Verbrauchern
  6. Spannungen
    Wissenswertes über einige Spannungsformen (Sinuswechselspannung, Zweiweg-
    gleichrichtung einer Sinusspannung, Rechteckwechselspannung, Rechteckimpuls, Dreieckwechselspannung und Sägezahnwechselspannung)
  7. Stromversorgung
    Transformator, Gleichrichtung (Einweg- und Brückengleichrichtung), Siebung mit Kondensatoren, Spannungsstabilisierung mit integriertem Festspannungsregler und erhöhter Ausgangsspannung, entkoppelter Festspannungsregler

Übersprechen

Schon einmal folgendes erlebt?
Sie fahren z.B. mit Ihrem Modell am Berg an und auf einmal blinken einige Ihrer Lampen der Beleuchtung.

Dabei kann es sich um das so genannte Übersprechen, neudeutsch auch crosstalk genannt, handeln. Darunter versteht man die unerwünschte Übertragung von elek-
trischen Signalen zwischen dicht nebeneinander verlaufenden Leitungen / Drähten aufgrund induktiver oder kapazitiver Kopplung. Besonders zwischen Stromversorgungs- leitungen mit großen (vielleicht auch schnellen) Strom- und somit Leistungsänderun-
gen und Datenleitungen. Die Stärke dieses Effektes ist unter anderem von den elek-
trischen Parametern bei der Informationsübertragung (Strom, Spannung, Frequenz) abhängig. Im allgemeinen Sprachgebrauch sagt man auch, dass die beeinflusste Leitung sich wie eine Antenne verhält.

Eine grobe Skizze der dabei auftretenden elektrischen Signale (ein Beispiel) kann hier eingesehen werden.

Gegen das Übersprechen helfen Abschirmungen und vergrößerte Abstände. Auch ein Verdrillen der Leitungen / Drähte (dadurch wird die Empfindlichkeit der von außen kommenden Störstrahlung reduziert) kann unter Umständen Abhilfe schaffen. Man sollte dieses Verfahren jeweils bei den Leistungs- sowie Steuerleitungen anwenden.

Spannungsteiler

Es soll Situationen geben, in denen man z.B. einen Motor oder ein beliebiges anderes Gerät, das für 3V ausgelegt ist, an eine 12V-Versorgung anschließen möchte. In diesem Fall wird nun ein Vorwiderstand für die Spannungsherabsetzung benötigt.

Eine Beispielrechnung kann hier eingesehen werden.

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Ohne Saft nix los - der Akkumulator

Folgende Akkus sind in meinen derzeitigen Modellen eingebaut:

  Silotransporter Peterbilt MB-Sprinter
Akku Ni-Cd Ni-Cd Ni-Cd
Typ, Sub-C KR23/43 KR23/43 KR23/43
Nennkapazität 3400mAh 1800mAh 1700mAh
Spannung 10 · 1,2V = 12V 10 · 1,2V = 12V 5 · 1,2V = 6V
Motor 12V - kleiner Bühler 12V - großer Bühler 9V - Fischertechnik
Besonderheiten Hydraulik zum Kippen des Silos    

Meine Akkus sind nicht Hochstromfähig / Hochstrom-entladefähig.
Für mich machen die Akkus, die Hochstrom-entladefähig sind, nur für Baumaschinen oder dergleichen Sinn. Denn nur dort werden kurzzeitig wirklich hohe Ströme benötigt.

Ich persönlich bin kein Freund der Schnell- oder Ultraschnellladung. Meine Einstellung: lieber etwas langsamer - aber dafür ordentlich. Ich halte die langsamere Ladung grundsätzlich auch für schonender. Und man kann die Akkus nach der Ladung wenigstens auch noch anfassen, ohne sich gleich die Finger zu verbrennen.

Mehr Informationen zum Thema Akkumulatoren können hier eingesehen werden.

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Mechanik

Grundlagen der Mechanik

An dieser Stelle habe ich mal ein paar Grundlagen der Mechanik zusammengestellt:

Formeln und Berechnungen der Mechanik

Lackierung des Modells

Wie oben schon in der Planungsphase beschrieben, sollte die Lackierung grundsätzlich vor allen Innenarbeiten (z.B. Anbringung der Elektronik) ausgeführt werden. Bei falscher Reihenfolge ist die Gefahr einfach zu groß, dass elektrische und elektronische Bauteile in Mitleidenschaft gezogen werden. Lack, z.B. in einem Potentiometer (Poti), machen sich nämlich nicht besonders gut. Werte können z.B. dadurch sehr einfach verstellt werden und man wundert sich dann, dass bestimmte Funktionen des Modells etwas merkwürdig, wenn überhaupt noch, ablaufen.

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Befestigung von Bauteilen

Die Erfindung der Heißklebepistole ist bestimmt eine schöne und gute Sache. Nur sollten nach meiner Meinung nicht alle Bauteile damit befestigt werden. Was ist denn, wenn man auf einmal das besagte Bauteil ausbauen und vielleicht sogar woanders einbauen möchte - erst einmal das Bauteil losbekommen und alle Klebereste entfernen.

Mein Vorschlag ist, das Bauteil - wo eben möglich - einfach mit einem Kabelbinder (auch Straps genannt) zu befestigen. Eine saubere und immer wieder lösbare Verbindung.

Man sollte aber auch in Betracht ziehen, ob es unter Umständen nicht vielleicht sinnvoll wäre, das besagte Bauteil oder die Platine irgendwo an nicht sichtbarer Stelle mit Schrauben zu befestigen. Ein Gewinde ist schnell geschnitten - und man hat wieder eine problemlos lösbare Verbindung.

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Nachbau von Bauteilen

 

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Viele von uns haben schon einmal den Moment erlebt, in dem ein Bauteil gebrochen ist.
Was spricht dann in so einem Moment eigentlich gegen einen Nachbau aus einem Material, dass nicht gleich bei jeder kleinen Belastung den Geist aufgibt.
So habe ich dann auch schon mal einen Entriegelungs-
hebel für eine Sattelplatte aus Messing nachgebaut (siehe rechts). Dieser dürfte dann wohl in der Zukunft keine Probleme mehr bereiten.

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Hydraulik

In meinem derzeitigen Silotransporter (Bj. 2000) sind folgende Bauteile verbaut:

Bauteil Beschreibung
Hydraulikpumpe Motor: 12V Gleichstrom
Stromaufnahme: je nach Fördermenge max. 3A
Tankinhalt: 100ml
Anschlüsse für: Druck, Rücklauf, Entlüftung
Fördermenge: 100cm³/min = 100ml/min
Druck: 10 Bar
Größe: Höhe = 35mm, Breite = 35mm (ohne Nippel gemessen)
Länge: 120mm
Ölfilter wird mit der Hydraulikpumpe mitgeliefert
Steuerventil 2-fach
Maße:43 x 29,5 x 24mm
Zylinder Kolbendurchmesser: 7mm
Hub: 100mm
Druckkraft: 34,6N
Zugkraft: 28,3N
Anschlussnippel: H022/H035

Alle oben angeführten Teile, mit denen ich über die Jahre wirklich gute Erfahrung ge-
sammelt habe und unbedenklich weiterempfehlen kann, stammen von der Firma Leimbach.

Ich verwende grundsätzlich die abgewinkelten Anschlussnippel - man spart sich eine Menge Biegungen der Hydraulikschläuche und somit natürlich auch eine Menge Platz.

Mehr Informationen zum Thema Hydraulik können hier eingesehen werden.

 

Erstellt am: 29.04.2006
Letzte Aktualisierung: 17.10.2012